05.09.2005
Spiel und Spaß beim sonnigen Sommerfest
Der Wettergott muss große Sympathien für Kinder und damit die Anliegen der beiden Vereine LernZeitRäume e.V. und Aktion Humane Schule BW e.V. hegen, denn am 21. August aufklarenden Himmel und Regenfreiheit zu bekommen, hatten sich die Aktiven bis Mittag nicht mehr träumen lassen. Doch eine reichliche Stunde vor Beginn des gemeinsamen Sommerfestes in Eppelheims Grillhütte lachte die Sonne hinter den Wolken hervor und lockte damit zahlreiche Familien zu Gegrilltem, Kuchen und Vergnügen.
Eine attraktive Tombola forderte die Neugier der Kinder auf Gewinn-Lose stets aufs Neue heraus, und das altbeliebte Dosenwerfen machte ihnen bis zum Abend viel Spaß. Sommerskilauf, Kinderschminken und das Malen eines gemeinsamen Sommerbildes waren weitere Attraktionen, bei denen viel gelacht wurde. Kinder und Erwachsene nutzten auch die Gelegenheit, herauszufinden, wer das beste Gedächtnis beim Memoryspiel hat. Unter großem Beifall nahmen die Sieger am Ende des Festes ihre Preise aus den Händen von Bürgermeister Mörlein entgegen, der es sich nicht hatte nehmen lassen, in der Grillhütte vorbei zu schauen.
Angeregt durch aktuelle Veröffentlichungen in der Presse über den Bericht des Vereins LernZeitRäume e.V. in der Gemeinderatssitzung und ausliegende Fachinformationen der Aktion Humane Schule BW e.V. für Eltern und Lehrer kamen Gäste und Vereinsmitglieder in rege Gespräche und gaben Anstöße für eine weitere erfolgreiche Arbeit.
Beide Vereine setzen sich dafür ein, dass Kinder und die für sie notwendige Bildung eine stärkere Lobby bekommen und die Gesellschaft endlich die dafür notwendigen Investitionen bereit stellt.
Mit sonnigem Gemüt zeigten sich die Aktiven nach dem Ausklang des von Sonnenblumen umrahmten Festes zufrieden und waren sich einig darüber, auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu feiern.
Alle aktuellen Termine über Treffen in Eppelheim und geplante Veranstaltungen können auf den Internetseiten der Vereine abgerufen werden:
Aktion Humane Schule Baden-Württemberg e.V.
LernZeitRäume e.V. Eppelheim
Pressemitteilung der AHS zur Zeugnisvergabe Sommer 2003
Alle Jahre wieder…
…werden der so lang ersehnte Sommerurlaub und die für Kinder und
Jugendliche ebenso lang ersehnten Ferien getrübt. Grund ist die trotz
umfangreicher Studien widerlegte und damit unhaltbare Vergabe der Ziffernzensuren
durch die Schule. "Zeugnisse können kaum ein Spiegel der Leistungsfähigkeit
unserer Kinder und Jugendlichen sein, vielmehr zeigen sie, dass durch
Leistungsdruck Leistungshemmung erfolgt. Eine Darstellung von Stärken und
Kompetenzen, die jeder Mensch und damit auch unsere Kinder haben, ist durch
dieses Instrument nicht möglich", sagt Signe Brunner-Orawsky, Landesvorsitzende
der Aktion Humane Schule Baden-Württemberg, die sich seit über 20 Jahren u.a.
auch für die Abschaffung dieser Form einer einseitigen Leistungseinschätzung
der Schüler einsetzt.
Deshalb möchte die AHS auch in diesem Jahr alle Eltern bitten, die Ziffernzensuren
nicht überzubewerten und als Maßstab für die Wertigkeit ihrer Kinder fehlzudeuten.
Vielleicht können die gemeinsamen Ferienwochen dazu dienen, einmal ganz gezielt
alle Stärken ihrer Kinder wahrzunehmen und sie in diesen zu unterstützen. Starke
Eltern helfen ihren Kindern stark zu werden. Gespräche, gemeinsame Spiele,
Ausflüge oder das Lesen eines Buches lassen Kinder wachsen durch Zuwendung
und Aufmerksamkeit.
Eppelheim, 15. Juli 2003
Aktion Humane Schule – Arbeitskreis Rhein-Neckar / Heidelberg gegründet
Ein Baustein bei der Errichtung einer humaneren Schule sein, das wünschen sich die Gründungsmitglieder des Arbeitskreises Rhein-Neckar / Heidelberg der Aktion Humane Schule. Am Freitag, den 11. Juli trafen sie sich in Eppelheim zu ihrem ersten und damit Gründungstreffen. Signe Brunner-Orawsky, die seit Januar Landesvorsitzende der AHS Baden-Württemberg ist, hatte Mitglieder und Interessierte eingeladen, um durch die Gründung eines Arbeitskreises die Arbeit vor Ort zu intensivieren.
Entsprechend den Positionen des Bundes- und Landesverbandes will sich der Arbeitskreis gemeinsam mit Eltern, Schülern und Lehrern dafür stark machen, dass Kinder das Recht haben Kinder zu sein – auch in der Schule. Daran knüpfen u.a. Forderungen wie die Anerkennung der Ganzheit der Person des Kindes bzw. Jugendlichen, das Lob des Kindes auch für Anstrengung, nicht nur für vollbrachte Leistung und die Mitsprache der Schüler im Lebensraum Schule.
Der Arbeitskreis will verstärkt auf Veranstaltungen zum Thema Bildung und Erziehung mit seinen Informationsschriften präsent sein, selbst einzelne Vortragsthemen anbieten und als Mittler für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern fungieren. "Wir erleben oft, dass sich Eltern erst an uns wenden, wenn das Problem schon so lange besteht, dass eine konstruktive Lösung in kurzer Zeit nur schwer zu erreichen ist. Deshalb sehen wir es als eine Aufgabe, mehr Elterninformationen im Vorfeld anzubieten und über Möglichkeiten und Wege aufzuklären, die für alle Beteiligten zu einer Humanisierung der Schule führen können", sagt die Landesvorsitzende. Der Arbeitskreis möchte aber auch eine Pattform sein, auf der Gleichgesinnte ihre Meinungen austauschen können. Er sucht außerdem die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, die sich dem Wohl unserer Kinder verschrieben haben.
Eltern und Lehrer, die an mehr Menschlichkeit in der Schule interessiert sind und sich dafür engagieren wollen, können sich telefonisch oder per e-mail an die Landesvorsitzende wenden: 06221/793777 oder SigneBO@web.de
5. April 2003
TeilnehmerInnen beim Runden Tisch in Ludwigsburg
Ludwigsburg – Die sechs wichtigsten Eltern- und Bildungsorganisationen in
Baden-Württemberg forderten heute (5.4.) in Ludwigsburg neue gemeinsame
Bildungskonzepte für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Auf einer Tagung
des Runden Tisches Grundschule Baden-Württemberg diskutierten xy TeilnehmerInnen
über die Startbedingungen von Kindern in den Kindertageseinrichtungen und
Grundschulen Baden-Württembergs.
"Spätestens die PISA-Ergebnisse haben gezeigt, wie stark die frühe Bildung über
Bildungsschicksale von Kindern entscheidet. Auf entscheidende Verbesserungen
warten Kindergärten und Grundschulen aber nach wie vor, denn weder das neue
Kindergartengesetz noch die Reform der Erzieherinnenausbildung leisten einen
wesentlichen Beitrag zur Stärkung der frühkindlichen Bildung. Reformen für
die Grundschulen sind zwar angedacht, aber die notwendigen Ressourcen von
Kürzungen und Streichungen bedroht", sagte in Ludwigsburg Rainer Dahlem,
Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
"Bildung und Erziehung in Kindergarten und Grundschule gehören zu den
verantwortungsvollsten Aufgaben, die eine Gesellschaft zu vergeben hat. Ausgaben
für den Elementar- und Primarbereich sind Investitionen in die Zukunft einer
Gesellschaft, die nicht der Beliebigkeit von Haushalts-sanierern zum Opfer
fallen dürfen," so Rudolf Karg, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und
Erziehung (VBE).
Erstmals in Baden-Württemberg diskutierten die maßgeblichen Eltern- und
Lehrerorganisationen des Landes über gemeinsame Bildungskonzepte für den
Elementar- und Primarbereich. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen
und Lehrer, Verantwortliche in der Schulverwaltung und Bildungspolitik
verlangten gleiche und bessere Startbedingungen für Kinder. Der Runde Tisch
Grundschule wurde vor gut einem Jahr gegründet, um Konzepte für eine
zukunftsfähige Grundschule zu entwickeln und durchzusetzen.
"Mehr Bildungsqualität und bessere PISA-Ergebnisse können nur durch eine
Aufwertung von Kindertageseinrichtungen und Grundschule erreicht werden.
Deshalb brauchen wir ein gemeinsames und sinnvoll aufeinander bezogenes Konzept
grundlegender Bildung für diese beiden Lernorte", sagte Signe Brunner-Orawsky,
die neue Vorsitzende der Aktion Humane Schule.
"Wir brauchen Bildung statt Betreuung. Bessere Rahmenbedingungen müssen die
Reformen absichern, denn immer noch ist die Elementar- und Primarbildung im
internationalen Vergleich ein Stiefkind unserer Bildungsfinanzierung", so Elke
Picker vom Landeselternbeirat und Doris Barzen vom Arbeitskreis der
Gesamtelterbeiräte.
Mitglieder des Runden Tisches Grundschule
Weitere Informationen:
Plattform Runder Tisch Grundschule
Runder Tisch Grundschule
Baden-Württemberg
Auf den Anfang kommt es an.
Gemeinsame Bildungskonzepte für Kindergarten und Grundschule
Am Runden Tisch Grundschule beteiligen sich mit dem Landeselternbeirat, dem
Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte, der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft, dem Verband Bildung und Erziehung, dem Grundschulverband und der
Aktion Humane Schule die maßgeblichen Eltern- und Lehrerorganisationen des
Landes. In zwölf Bausteinen hat der Runde Tisch Grundschule seine Positionen,
Ziele und Perspektiven für eine bessere Bildung zusammengefasst.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft • Baden-Württemberg
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Verantwortlich: Rainer Dahlem • Pressereferent: Matthias Schneider